Über meine Angst, die Esther Jacket zu waschen – und was ich daraus gelernt habe
Kennst du das Gefühl, wenn du ein aufwendig gestricktes Lieblingsstück endlich fertig hast – und dich dann nicht traust, es zu waschen? Genau so ging es mir mit der Esther Jacket von PetiteKnit. In diesem Beitrag erzähle ich, warum mich das Waschen dieser Jacke echte Überwindung gekostet hat, was tatsächlich passiert ist und welche Tipps ich beim nächsten Mal beherzigen werde. 👀
Das erwartet dich:
- Über die Esther Jacket von PetiteKnit
- Welche Wolle ich verwendet habe
- Warum ich meine fertige Jacke zuerst nicht waschen wollte
- Was beim Waschen passiert ist
- Mein Tipp fürs Stricken und Waschen von Jacken
Über die Esther Jacket
Die Esther Jacket von PetiteKnit ist eine klassische Strickjacke, die von oben nach unten im Strukturmuster gestrickt wird. Zuerst entsteht das Rückenteil mit Zunahmen, anschließend werden die Schultern aus aufgenommenen Maschen gearbeitet, die in die Vorderteile übergehen. Danach werden Rücken und Vorderteile verbunden und in Reihen bis zum unteren Bündchen gestrickt. Zum Schluss folgen die Ärmel, die Knopfleiste und ein Rippenbündchen am Halsausschnitt.
Für die richtige Nadelstärke empfiehlt PetiteKnit, eine Maschenprobe im Strukturmuster zu stricken. Ich habe allerdings glatt rechts gestrickt und erhielt 17 Maschen auf 10 cm mit Nadelstärke 5 mm – vor dem Waschen. Danach waren es 16 Maschen, und so entschied ich mich, die Jacke mit 5 mm-Nadeln zu stricken.
Die Esther Jacket habe ich inzwischen schon zum zweiten Mal gestrickt. Die erste war für meine Tochter – die Little Esther Jacket, gestrickt mit 4 mm-Nadeln und dünnerer Wolle (Maschenprobe 18 Maschen auf 10 cm).
Welche Wolle ich verwendet habe
Für meine zweite Esther Jacket habe ich mich für Sandnes Garn Peer Gynt (50 g = 91 m) und Tynn Peer Gynt (50 g = 205 m) in der Farbe 4018 entschieden – ein intensives, klassisches Rot. Diese Kombination hat perfekt zur Maschenprobe gepasst.
Ein reines, klares Rot zu finden, ist übrigens gar nicht so einfach! Viele Töne gehen stark ins Orangene oder Himbeerfarbene. Ein neutrales, strahlendes Rot ist selten, weil es in der Färbung – ob natürlich oder industriell – als besonders anspruchsvoll gilt.
Warum ich meine fertige Jacke zuerst nicht waschen wollte
Ich gebe zu: Ich hatte Angst. 😱
Meine erste Esther Jacket hatte nach dem Waschen komplett ihre Form verloren. Und obwohl das stark von der Wolle abhängt – je feiner die Faser, desto empfindlicher das Maschenbild – war das Erlebnis ziemlich ernüchternd. Seitdem bin ich beim Waschen von gestrickten Jacken vorsichtig geworden.
Bei meiner zweiten Jacke kam noch etwas dazu: Das Garn war dicker, das Strickstück dadurch deutlich schwerer. Ich hatte Sorge, dass sich die Jacke im Wasser zu sehr in die Länge zieht. Die Maschenprobe zu waschen ist das eine – aber eine ganze Strickjacke ist eben etwas anderes.
Was beim Waschen passiert ist
Schließlich habe ich mich doch getraut: Die Jacke musste gewaschen werden.
Und siehe da – sie hat ihre Form gut behalten, wurde aber ein wenig länger. Das war die Erleichterung!
Mein Fazit:
Mein Fazit:
- Das Garn Peer Gynt von Sandnes Garn hält die Form zuverlässig.
- Und: Mut zahlt sich aus – aber mit Plan!
Mein Tipp fürs Stricken und Waschen von Jacken
Beim nächsten Mal werde ich mich von meiner Waschangst nicht mehr leiten lassen. 😉 Stattdessen gehe ich strategisch vor:
🥸 Ich stricke die Jacke bis kurz vor dem Bündchen, wasche sie in diesem Zustand, prüfe die Länge und entscheide dann, ob sie gekürzt werden muss. Erst danach stricke ich das untere Bündchen und die Knopfleiste. So bleibt die Jacke in Form, das Bündchen sitzt perfekt, und das Ergebnis sieht gepflegt und gleichmäßig aus.
Am Ende sind dann alle glücklich – die Jacke und die Strickerin.
Ich habe jetzt richtig Lust bekommen, gleich die nächste Esther Jacket anzuschlagen und diese Tipps direkt umzusetzen! 😅 Und du?